TSG verliert zum Saisonstart

Die Handballer der TSG Ehingen starten mit einer 22:25-Niederlage gegen Langenau/Elchingen II in die neue Saison. Dabei zeigte Ehingen nie den letzten Willen.

Vor dem ersten Saisonspiel für die Bezirksligahandballer der TSG Ehingen sagte Trainer Werner Pointinger noch, dass die Partie gegen die zweite Mannschaft der HSG Langenau/Elchingen „eine Standortbestimmung“ sei. Nach den 60 Minuten wusste Pointinger, es steht noch viel Arbeit für ihn in den kommenden Wochen an, um gegen die Teams bestehen zu können. „Wir müssen uns überall verbessern.“ Denn das, was er in Langenau bei der 22:25-Niederlage von seinen Spielern sah, gefiel ihm überhaupt nicht. „Mit so einer Leistung können wir in der Liga nicht gewinnen.“

Dabei sah der Beginn der Ehinger vielversprechend aus. Durch schnelle Tore von Lucas Fiesel und Steffen Mantz führte die TSG bereits in der vierten Spielminute mit 3:1 und zeigte sich in der Phase vor allem in der Abwehr stark. Danach aber kam auch Langenau in der Saison an und zeigte, angeführt von ihrem Rechtsaußen Andreas Kloss, dass sie ein unangenehmer Gegner sind. Mit vier Treffern binnen fünf Minuten drehten die Hausherren das Spiel zu ihren Gunsten (5:3). Zwar kam Ehingen noch einmal zum 5:5-Unentschieden heran, doch war schon nach gut zehn Minuten zu sehen, dass die Hausherren der HSG in allen Positionen feldüberlegen waren. „Wir hatten ein schlechtes Zweikampfverhalten und uns in der Defensive nicht aggressiv genug gezeigt“, resümierte Pointinger. So zog Langenau bis zur Halbzeit auf 13:10 davon. Dass die Ehinger zu diesem Zeitpunkt noch in Schlagdistanz lagen, lag nicht an der Stärke der Gäste, sondern immer wieder an den leichtfertigen Ballverlusten der Hausherren.

Auch den zweiten Abschnitt dominierte die HSG beinahe nach Belieben und zog durch einen verwandelten Siebenmeter von Kloss auf 19:14, aus Sicht der Langenauer, davon. Kloss war mit seinen insgesamt 14 Treffern Mann des Spiels und in keiner Phase der Partie von den Ehingern in den Griff zu bekommen. „Er hat es gut verstanden, seinen Körper und seine Schnelligkeit gegen uns einzusetzen“, so Pointinger. Nur kurz kam bei seinen Schützlingen noch einmal ein Stück Hoffnung auf, als sie binnen zwei Minuten von 15:20 auf 18:20 verkürzten. Doch der Zwischenspurt wurde jäh durch leichtfertig vergebene Chancen gestoppt. „In der Phase haben wir endlich schnell und auch über die Außen gespielt“, sagte Pointinger. „Aber gute fünf Minuten reichen nicht aus, um ein Spiel zu gewinnen.“

So sah er nach der Partie auch deutlich, dass es „eine verdiente Niederlage“ war. „Wenn man sich so präsentiert, dann darf man nicht erwarten zu gewinnen. Wir haben nicht verloren, weil Langenau so stark war, sondern weil wir nicht ansatzweise an unsere Leistung herankamen.“ Doch in den kommenden Wochen hofft Pointinger auf Besserung, denn dann sei der Kader wieder komplett. Im ersten Heimspiel er Saison, am kommenden Samstag, hat er aber erneut nur den Kader wie gegen Langenau zur Verfügung.