TSG-Trainer Werner Pointinger: „Das war nicht unser Tag“

Die Bezirksliga-Handballer der TSG Ehingen haben ihr zweites Heimspiel verloren. Gegen Lustenau gab es eine 26:29-Niederlage.

Das war nicht unser Tag, wie TSG-Trainer Werner Pointinger die 26:29 (9:13)-Heimniederlage bezeichnete, die die TSG Ehingen am Samstag gegen den HC Lustenau in der Handball-Bezirksliga Bodensee-Donau kassiert hat. In der Spitzenbegegnung in der Längenfeldhalle (Dritter gegen Vierter) konnten die hoch motivierten Gastgeber nie die erwartete geschmeidige Mannschaftsleistung abrufen, mit der sie die Vorarlberger in die Schranken verweisen wollten.

„Für uns alle rätselhaft“, sagte Pointinger, „meine Spieler wollten sich alle von Anfang an von der besten Seite präsentieren.“ Es sei jedoch nicht die Mannschaft gewesen, die man bei einem Heimspiel erwarte. Zu viele schlechte Würfe, Zuspielfehler und technische Mängel erlaubten sich die Hausherren. Die TSG kämpfte sich zwar immer wieder heran, konnte den Schalter für einen Sieg vor heimischem Publikum aber nie ganz umlegen.

Von Beginn an verlief die Begegnung vor gut 100 Zuschauern alles andere als flüssig. Aber nicht nur die Ehinger, sondern auch die Lustenauer kamen in der Offensive nicht wirklich in Fahrt. Nach zehn Minuten stand es erst 2:1 für den Gast. „Beide Teams haben äußerst zäh angefangnen“, sagte der Ehinger Trainer. Denn die beiden Abwehrreihen standen recht gut und ließen nichts anbrennen.

Nach einer Viertelstunde kamen die Österreicher besser klar mit ihren Aktionen im Angriff und erarbeiteten sich eine 7:4-Führung, die sie auf 10:5 und 12:7 ausbauten. Auch zur Pause nahmen die Gäste einen Fünf-Tore-Vorsprung mit in die Kabine (13:8).

Nach dem Wiederanpfiff legten zunächst die Pointinger-Schützlinge los und verkürzten den Rückstand auf zwei Tore; es stand nur noch 14:12 für Lustenau (35.). Die Mannschaft von Trainer Walter Hämmerle drehte anschließend aber wieder auf und führte ebenso schnell wieder mit vier, fünf Toren (16:12, 18:13). Nach 44 Minuten zeigte die Anzeigetafel sogar einen Sieben-Tore-Vorsprung (21:14) für den HC Lustenau an. Statt in die Tiefe zu spielen, liefen die Angriffsbälle der Ehinger meist nur quer.

Die TSG Ehingen bäumte sich noch einmal auf und verkürzte schnell auf drei Tore (21:24, 22:25). Als Lustenau jedoch sein Polster auf 29:23 ausbaute, war vier Minuten vor Schluss vollends alles gelaufen. Patrick Vögtlin sorgte mit drei Treffern zum 26:29 noch für einen kleinen Lichtblick aus Ehinger Sicht. Vögtlin, der freilich noch nicht 100-prozentig fit ist, ragte mit insgesamt neun Toren aus dem eher durchschnittlichen Auftritt seiner Teamkollegen heraus. Mit seinen Toren aus dem Rückraum stemmte er sich gegen die sich abzeichnende Niederlage. „Seine Quote war gut“, sagte der Trainer zu Vögtlins blitzsauberer Ausbeute. Bei Lustenau war Stefan König bester Schütze (10 Tore).

Das Ziel der Ehinger, daheim so lange wie möglich ungeschlagen zu bleiben, ist damit Schnee von gestern. „Die erste Heimniederlage tut weh“, sagte Pointinger, „Lustenau wäre zu packen gewesen.“