TSG Ehingen kommt nicht in Schwung

Diese Saison läuft es einfach noch nicht bei den Handballern der TSG Ehingen. Auch im Heimspiel gegen den SC Lehr konnten die Ehinger keine Punkte einsammeln, verloren unter dem Strich verdient mit 26:29 (11:17). Sie bleiben damit vorletzter der Bezirksliga.

„Wir hatten uns vorgekommen, an die Leistung der ersten Halbzeit des Auswärtsspiels in Weingarten anzuknüpfen. Das gelang uns gegen Lehr zu keinem Zeitpunkt“, sagte der TSG-Trainer Werner Pointinger enttäuscht nach der vierten Niederlage in Folge. „Wir waren einfach zu schwach aus dem Rückraum und der Abwehrverband war zu löchrig.“

Nachdem die Längenfeldhalle wegen eines Jugendfußballturniers nicht zur Verfügung stand, mussten die Handballer in die Sporthalle am Wenzelstein ausweichen. Die etwa 50 Zuschauer sahen eine Anfangsphase, die von technischen Fehlern beider Mannschaften geprägt war. Mit zunehmender Spielzeit erkannten die Gäste, wie sie die TSG-Abwehr mit einfachen Kreuzungen im Rückraum in Bewegung bringen konnten, um Platz für ihren Kreisläufer zu schaffen.

„Der Kreisläufer von Lehr ist nicht mehr zu halten, wenn er mal den Ball hat. Entweder macht er das Tor selbst oder es gibt Siebenmeter und vielleicht auch eine Strafe gegen uns“, warnte der Ehinger Trainer seine Spieler schon vor der Partie. Lehr hatte sich so bereits zur 19. Minute eine Fünf-Tore-Führung (10:5) erspielt, die es bis zur Pause sogar noch auf 17:11 erhöhen konnte.

Im zweiten Spielabschnitt drehte sich die Abwärtsspirale weiter. Die Gäste nutzten zum einen die zeitweise gar nicht vorhandene Abwehrarbeit aus, um in der 40. Minute mit neun Toren (22:13) die höchste Führung im Spiel zu erzielen. Zum anderen wurden auf dem Weg zum Tor die Bälle leichtfertig hergeschenkt.

Die Umstellung der Abwehr von 5:1 auf 6:0 stellte die Gäste gegen Ende der Partie vor Probleme. Mit der zunehmenden Spielzeit ging Lehr die Puste aus, die Würfe auf das Tor der Ehinger wurden ungenauer und auch der Kreisläufer kam nicht mehr, wie noch in der ersten Halbzeit, zur Entfaltung.

Die TSG-Handballer konnten den Rückstand zwar Tor um Tor verkürzen, aber sie produzierten allein in den letzten zehn Minuten sechs Abspielfehler. Durch eine offene Manndeckung beim 25:28 konnten sogar noch drei Ballgewinne erarbeitet werden, allerdings konnten die Ehinger ihre Chancen nicht in Tore umgemünzen.