Kampf um den Anschluss

Das erste Heimspiel im neuen Jahr bestreiten die Bezirksliga-Handballer der TSG Ehingen morgen (20 Uhr) gegen den Tabellenzehnten die HSG Langenau-Elchingen in der Wenzelsteinhalle. „Wir haben gegen Langenau noch etwas aus dem Hinspiel gut zu machen“, erinnert sich Trainer Werner Pointinger. „Es war eine unnötige Niederlage, weil wir in der Abwehr einfach nicht gestanden sind.“ Besonders auf der halbrechten Position hatten die Ehinger immer wieder Probleme und schaffte es nicht körperlich gegen die Langenauer gegenzuhalten. „Das müssen wir im Rückspiel auf jeden Fall besser machen, um ein besseres Resultat zu erzielen.“

In der Hinrunde präsentierten sich die Ehinger zum Saisonauftakt in keiner guten Verfassung und verloren bei den Langenauern, nicht weil diese so stark aufgespielt hatten, sondern weil kein Spieler ansatzweise an sein Leistungsoptimum heran kam. Der Stachel nach der 22:25-Niederlage in der Pfleghofhalle saß tief. Besonders ein Akteur der Spielgemeinschaft bekam die TSG-Abwehr nicht in Griff. Andreas Kloss, der unter anderem bereits in der Württembergliga für Laupheim spielte, trieb die Gastgeber an. Der Rückraum Rechte nutzte seine körperliche Überlegenheit gekonnt aus und erzielte mit vierzehn Toren mehr als die Hälfte der Tore für sein Team.

Der TSG-Coach sieht allerdings nicht nur im Rückraum stärken bei dem Tabellenzehnten. „Langenau ist für eine sehr unangenehme und robuste Abwehr bekannt. Nichtsdestotrotz müssen wir die Zweikämpfe annehmen und dahin gehen, wo es weh tut, sonst können wir keine Tore erzielen.“ Eine andere Stärke von Langenau ist das schnelle Umschaltspiel nach einem Gegentor, bei dem auch die Schiedsrichter oft gefordert werden, die die korrekte Ausführung des Anwurfs im Blick behalten müssen. „Langenau spielt die schnelle Mitte sehr druckvoll und erzielt dadurch die einfachen Tore, bevor sich die Abwehr sortiert hat.“

Für die TSG-Handballer gilt es besonders die erste Hälfte des vergangenen Wochenendes abzuhaken und zu vergessen, als sie gegen den HC Bodensee kaum ein bein auf den Boden bekamen. „Wir haben gegen Langenau den gleichen Kader wie gegen Bodensee und müssen dementsprechend von Anfang an in das Spiel reinkommen. Um gegen Langenau zu gewinnen, müssen wir den Kampf annehmen.“ Es ist nicht derzeit nicht abzusehen, wann die Langzeitverletzten auf der linken Rückraum Position Patrick Vögtlin und Sebastian Kiem wieder zur Verfügung stehen.

Aber nicht nur defensiv müssen sich die Ehinger anders präsentieren als noch bei den Österreichern. Pointinger hofft gegen Langenau auf eine Leistungssteigerung. „Wir dürfen unsere Spielhandlungen aus den Positionsangriff nicht nur runterspielen, sondern müssen unsere Möglichkeiten auch nutzen, wenn sie sich ergeben.“ Die Chancenauswertung war beim Spiel gegen Bodensee ebenfalls ein großes Manko. „Wenn wir es schaffen diese Vorgaben besser umzusetzen, dann können wir Langenau in der eigenen Halle schlagen, ansonsten wird es sehr schwer.“ Angesichts der Tabellensituation wäre ein Sieg natürlich Balsam für die Seele. Derzeit sind beide Mannschaften Punktgleich auf den Plätzen zehn und elf zufinden.