Ein Sieg ist Pflicht

Für die Handballer der TSG Ehingen kommt es am heutigen Samstag in der Bezirksliga zum Heimspiel gegen den Tabellenletzten der Liga. Daher ist die Marschroute gegen die HSG Langenargen-Tettnang klar vorgegeben: einen Sieg. Denn die Truppe ist die einzig punktlose Mannschaft der Bezirksliga und besitzt zudem den schlechtesten Angriff der Liga. Lediglich 23 Tore können sie in dieser Saison pro Spiel erzielen, bekommen im Gegenzug allerdings mehr als 32 Gegentreffer.

Sofern es in der Landesliga so bleibt, wie es bisher aussieht, wird nur der Tabellenletzte in die Bezirksklasse absteigen müssen. Um von diesem Abstiegsplatz wegzukommen, braucht die Spielgemeinschaft mindestens fünf Siege aus den letzten acht Spielen, um überhaupt mit Langenau oder Ehingen gleichzuziehen. Um für den Schlussspurt noch einmal frischen Wind ins Team zu bringen, trennten sich die Langenargener vor ihrem Trainer. Nach vier Niederlagen zog der Verein die Reißleine und so übernimmt nun Christian Zocholl als Spielertrainer. „Wenn wir nicht hoch konzentriert an das Spiel heran gehen, werden wir uns sehr schwer tun“, sagt Trainer Werner Pointinger. Bereits im Hinspiel taten sich die Ehinger schwer. „Ab dem 6:6 waren wir bis zur Halbzeit immer in Rückstand. Erst im zweiten Spielabschnitt haben wir etwas besser gespielt und am Ende mit sieben Toren gewonnen.“, erinnert er sich zurück.

Nach der erneuten Auswärtspleite ist für die Ehinger ein Sieg gegen den Tabellenletzten natürlich nichts anderes als eine Pflichtaufgabe. Eine Niederlage gegen Langenargen wäre nicht akzeptabel, wenngleich der Kader für die Partie etwas ausgedünnt ist. Mit Johannes Reichle fehlt der zweite Torwart der TSG-Handballer, der mit einer Verletzung zumindest für dieses Spiel ausfällt. Darüber hinaus kann Pointinger nicht auf die beiden Steffen’s im Rückraum zugreifen, sowohl Mantz als auch Kaus sind privat verhindert. Zudem kommt noch dazu, dass die Trainingsbeteiligung durch einige Absage wegen Prüfungen im Studium die Vorbereitung auf das Spiel erschwert. Dennoch gibt der Ehinger Coach die Marschrichtung ganz klar vor. „Es gibt gegen Langenargen keine Ausreden – wir wollen und müssen das Spiel gewinnen, auch wenn wir nicht alle Spieler dabei haben.“ Pointinger fordert von seinen Spielern eine kompakte Abwehr, aus der schnell in den Angriff umgeschaltet werden kann. „Wenn uns das gegen Söflingen gelungen ist, waren wir erfolgreich. Leider konnten wir das nur phasenweise Umsetzen“, so Pontinger.