Mit Verletzungssorgen nach Österreich

Bereits zum zweiten Mal dieses Jahres geht es für die Bezirksliga-Handballer der TSG Ehingen ins österreichische Vorarlberg nach Lustenau. Und dabei hat Ehingen eine schwere Aufgabe vor sich, denn Lustenau ist nicht nur aktueller Tabellenführer, sondern gilt auch als eines der heimstärksten Teams der Liga.

Im Hinspiel reiste Lustenau nur mit dezimierten Kader nach Ehingen und bot der TSG alle Möglichkeiten als Sieger vom Feld zu gehen, dennoch verlor Ehingen mit 26:29. „Wir wollten uns gegen Lustenau zu Hause gut präsentieren, erlaubten uns unter dem Strich zu viele schlechte Würfe und technische Fehler“, sagte Trainer Werner Pointinger. Aus den vielen Ballverlusten nutzten sie die Stärken ihres Linksaußen, der jeden Ballverlust eiskalt per Tempogegenstoß bestrafte.

Mit Lustenau wartet am heutigen Samstag ein Gegner auf die TSG-Handballer, der nicht konstanter spielen könnte. In den vergangenen vier Jahren erreichte Lustenau immer mindestens den dritten Rang am Ende der Saison. Die Ehinger bekamen die Heimstärke in Österreich immer besonders zu spüren. In den vier Jahren war an einen Sieg meistens gar nicht zu denken. Mit einer Packung von mindestens neun Toren wurde man wieder nach Hause geschickt – überhaupt konnte man nur einmal mehr als zwanzig Tore erzielen.

Mit zwei Partien mehr als Ravensburg befinden sie sich nach Pluspunkten in der laufenden Saison an der Spitze der Bezirksliga. Verdient ist die Tabellenführung allemal – aus den letzten sechs Spielen konnten sie so viele Siege einfahren, wie die TSG an allen 15. Spieltagen (6). Dass die Rollen klar verteilt sind, ist auch dem TSG-Coach bewusst. „Wir müssen unser bestes Spiel auf das Parkett legen, um Lustenau unter Druck setzen zu können. Gelingt uns das können wir das Spiel spannend halten und vielleicht etwas mitnehmen.“

Angesichts der personellen Situation wird das ein schweres Unterfangen für die Ehinger. „Mit den Verletzungen von Fabio Mingione und Johannes Prang stehen uns zwei wichtige Spieler für die nächsten Spiele nicht zur Verfügung. Das schränkt unsere Möglichkeiten zu wechseln sehr ein.“ Nachdem zunächst schlimmeres befürchtet wurde, hatte Kreisläufer Fabio Mingione nach einer ersten Diagnose Glück im Unglück. Durch eine Sehnenzerrung im Knie wird er zwar mindestens für die nächsten beiden Spiele ausfallen, aber steht nach der anschließenden vierwöchigen Pause wahrscheinlich wieder zur Verfügung. Die Diagnose von der Knieverletzung von Johannes Prang steht noch aus, aber auch er wird die nächsten Spiele verpassen.