TSG baut Heimserie aus

Mit 33:19 (17:9) haben die Bezirksliga-Handballer der TSG Ehingen gegen die SG Ulm/Wiblingen einen sehr deutlichen, aber über weite Strecken glanzlosen Sieg eingefahren. „Wir waren das klar bessere Team und verpassten die Entscheidung bereits zur Halbzeit“, sagte Trainer Werner Pointinger. „Unter dem Strich haben wir durch eine gute Torwartleistung sehr deutlich gewonnen, allerdings hat die Chancenauswertung trotzdem sehr zu wünschen übrig gelassen.“

Vor Beginn der Partie herrschte Verwunderung in der Längenfeldhalle. Während sich beide Mannschaften auf das Spiel vorbereiteten, fehlten mit den beiden Schiedsrichtern zwei Hauptakteure, ohne die es nicht losgehen konnte. „Nachdem auch eine Viertelstunde nach dem eigentlichen Spielbeginn keine Schiedsrichter aufgetaucht waren, mussten wir improvisieren und haben einen Schiedsrichter aus unserem Verein organisiert“, erläuterte Abteilungsleiter Alexander Seewald. „Wir sind froh, dass das Spiel somit stattfinden konnte.“ Mit 22 Minuten Verspätung wurde in Ehingen dann doch Handball gespielt.

Die TSG-Handballer kamen wesentlich besser in die Partie als die Wiblinger. Nach fünf Minuten führte man schon mit 4:0 und verpasste dabei weitere hundertprozentige Torchancen frei vor dem Torwart der Gäste. Alexander Werner im Tor der Ulmer avancierte zum besten Mann seines Teams, ihm gegenüber zeigte Daniel Geyer ebenso eine sehr gute Leistung. So gelang es den Ehingern über 7:5 auf 12:6 nach 20 Minuten und schließlich auf 17:9 zur Halbzeit davon zu ziehen.

„Im Großen und Ganzen sind wir in der Abwehr kompakt gestanden, auch wenn sich manchmal Lücken aufgetan haben und Wiblingen über ein gewonnenes Eins-gegen-Eins oder einen Pass zum Kreis zum Torerfolg kam.“, zeigte sich der Ehinger Coach zufrieden.

Am Spiel selbst veränderte sich im zweiten Abschnitt wenig. Ehingen erspielte sich weiterhin klare Chancen, verschenkte diese aber immer wieder sehr leichtfertig. Wiblingen dagegen fand im Angriff nur wenige Mittel. Jedoch wurde die Partie gegen Ende etwas ruppiger. Binnen 93 Sekunden musste je ein Spieler beider Mannschaften nach direkten roten Karten vom Platz. An handballerischen Highlights mangelte es zwar an diesem Abend, aber unter dem Strich war der fünfte Heimsieg in Folge nie gefährdet.

Durch den Sieg schiebt sich Ehingen in der Tabelle näher an das Mittelfeld heran und ist nach Pluspunkten nur einen Zähler vom siebten Platz entfernt, wenngleich Ehingen zwei Spiele mehr absolviert hat. Nach einer dreiwöchigen Pause wird als nächster Gegner mit dem TV Weingarten der aktuelle Siebte in der Längenfeldhalle seine Visitenkarte abgeben. Der Kader sollte sich bis dahin wieder vergrößert haben. Mit Johannes Prang, Fabio Mingione und Johannes Reichle werden voraussichtlich drei Spieler zurück kehren.